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Reifenmanagement für Baumaschinen: positionsbezogene Methode

Wie Reifen von Baumaschinen und Lkw nach Seriennummer und Position verfolgt werden, wie aus der Messung der Profiltiefe ein Trend und daraus eine Entscheidung wird und wie sich die Kosten je Reifen berechnen lassen.

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Reifenmanagement für Baumaschinen: positionsbezogene Methode

Warum Reifenmanagement bei Baumaschinen eine eigene Disziplin ist

Reifenmanagement bei Baumaschinen beschränkt sich in den meisten Fuhrparks auf die Einkaufsrechnung: kaufen, montieren, bei Verschleiß ersetzen. Dabei ist der Reifen bei vielen Maschinentypen die größte Verbrauchsposition außerhalb der Wartung. Solange unbekannt ist, welcher Reifen an welcher Maschine wie lange lief, lassen sich weder Markenwahl noch Disziplin bei Luftdruck und Rotation datengestützt steuern.

Der Kern besteht darin, den Reifen nicht als Teil der Maschine, sondern als eigenständiges Objekt mit eigener Identität zu sehen. Jeder Reifen mit Seriennummer geht ins Lager, wird auf eine Position montiert, gemessen, demontiert, an einem anderen Fahrzeug verbaut, runderneuert und am Ende verschrottet. Ist dieser Lebenszyklus erfasst, lassen sich Lebensdauer und Kosten je Reifen berechnen.

Dieser Leitfaden beschreibt, wie ein positionsbezogenes Reifenmanagement aufgebaut wird, wie aus der Messung der Profiltiefe eine Entscheidung entsteht und wie die Reifenkosten gelesen werden.

Positionsbezogene Erfassung: Achsen- und Positionsschema

Am Anfang steht ein Achsen- und Positionsschema je Fahrzeugtyp. Ein Radlader hat vier Positionen; ein Muldenkipper eine Vorderachse, zwillingsbereifte Hinterachsen und eine Reserveposition. Ohne korrektes Schema ist nicht bekannt, welcher Reifen sich wo befindet.

Das Schema je Maschinengruppe als Vorlage zu hinterlegen erleichtert die Montageerfassung. Alle Lkw desselben Modells nutzen dasselbe Schema; ein neues Fahrzeug erbt es, und Montagen landen seltener auf der falschen Position.

Die Positionsangabe ist zugleich der Schlüssel zur Verschleißanalyse. Wiederkehrender früher Verschleiß an derselben Position liegt oft nicht am Reifen, sondern an Achse, Spureinstellung, Beladung oder Untergrund. Ohne Positionserfassung bleibt dieses Muster unsichtbar.

Profiltiefe messen und den Trend lesen

Die Profiltiefe ist der unmittelbarste Anzeiger für die verbleibende Lebensdauer eines Reifens. Gemessen wird an mehreren Stellen des Reifens mit einem Tiefenmessgerät in Millimetern, und der Wert wird zusammen mit dem Datum und dem aktuellen Zählerstand erfasst.

Eine einzelne Messung sagt nur etwas über den heutigen Zustand. Wertvoll ist die Steigung aufeinanderfolgender Messungen: Ist bekannt, wie viele Millimeter je Betriebsstunde abgetragen werden, lässt sich die Wechselgrenze vorhersagen. So wird der Wechsel mit einer geplanten Wartung zusammengelegt und die Maschine fällt nicht ungeplant aus.

Die Messhäufigkeit richtet sich nach Maschinentyp und Abrasivität des Untergrunds. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit; unregelmäßige Messungen verderben den Trend. Wird an der Maschine gemessen und sofort erfasst, bleibt kein Papierformular liegen.

  • Bei jeder Messung werden Datum, Zählerstand und Position gemeinsam erfasst; andernfalls lässt sich die Verschleißgeschwindigkeit nicht berechnen.
  • Ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Seiten derselben Achse kann auf ein mechanisches Problem hindeuten.
  • Für Reifen nahe der Wechselgrenze werden Teile und Arbeitskraft im Voraus eingeplant.

Rotation, Wechsel und Ereigniserfassung

Ein Reifen erlebt viele Ereignisse, und jedes ist erfassenswert. Die Rotation ist der Positionswechsel am selben Fahrzeug und gleicht den Verschleiß aus. Beim Wechsel wird ein Reifen demontiert und durch einen anderen ersetzt. Platten, Schnitte oder Flankenschäden bedeuten vorzeitigen Verlust.

Die Runderneuerung gibt einem Reifen mit intakter Karkasse eine neue Lauffläche und spart unter den richtigen Bedingungen erheblich. Der Reifen wird aus dem Lager ausgebucht und kehrt runderneuert zurück; die Kosten fließen in seine Gesamtkosten ein.

Der Wert der Ereigniserfassung liegt darin, Muster sichtbar zu machen. Häufen sich Schnitte auf einer bestimmten Baustelle, deutet das auf ein Problem mit der Sauberkeit des Untergrunds hin; treten bei einer bestimmten Marke früh Flankenschäden auf, weist das auf die Produktauswahl hin. Ohne Erfassung werden diese Diskussionen weiter nach Gefühl geführt.

  • In der Erfassung der Rotation werden alte und neue Position zusammen mit dem aktuellen Zählerstand festgehalten.
  • Beim Wechsel wird die letzte Profiltiefe des demontierten Reifens gemessen und erfasst; dieser Wert bestimmt die Entscheidung über die Rücknahme ins Lager.
  • Bei Ereignissen wie Platten und Schnitten wird das Ursachenfeld ausgefüllt; ob Untergrund, Beladung, Luftdruck oder Produkt ursächlich waren, wird später ausgewertet.
  • Versand- und Rücklaufdatum der Runderneuerung sowie deren Kosten sammeln sich in der Historie des jeweiligen Reifens.

Kosten und Lebensdauer je Reifen berechnen

Die Kosten je Reifen sind die Summe aller Ausgaben: Anschaffung, Montage- und Demontagearbeit, Reparatur und Runderneuerung. Die Lebensdauer ist die in den Montagezeiträumen gesammelte Betriebsstundenzahl oder Kilometerleistung; lief der Reifen an mehreren Fahrzeugen, werden deren Zählerdifferenzen addiert.

Die Formel im Klartext: Reifenkosten pro Stunde gleich Gesamtkosten des Reifens geteilt durch die gesamten Betriebsstunden. Werden diese Werte nach Marke, Größe und Fahrzeugtyp gemittelt, entsteht ein belastbarer Vergleich für die Kaufentscheidung. Ein günstig gekaufter, aber kurzlebiger Reifen kann bei den Stundenkosten teuer ausfallen.

Ein demontierter Reifen kehrt mit seiner Restlebensdauer ins Lager zurück. Reicht die Profiltiefe noch, lässt er sich ohne Neukauf an einem anderen Fahrzeug montieren. Bleiben letzte Messung und Historie erhalten, fällt die Entscheidung zur Wiederverwendung schnell und unnötige Käufe entfallen.

So löst Reper Ops das

Im Reifenmanagement-Modul von Reper Ops wird je Fahrzeug ein Achsen- und Positionsschema definiert; je nach Maschinengruppe stehen fertige Konfigurationsvorlagen bereit. Reifen werden mit Seriennummer eingelagert, auf eine Position montiert, demontiert und in die Rotation gegeben. Messungen der Profiltiefe sowie Ereignisse wie Platten, Schnitte, Runderneuerung und Verschrottung werden in derselben Historie geführt; die Steigung aufeinanderfolgender Messungen zeigt, wann der Reifen aufgebraucht ist, und der Stillstand für den Wechsel geht vorab in die Planung ein.

Wird auf der Baustelle der QR-Code der Maschine gescannt, erscheinen Reifenkonfiguration, Montagestatus und letzte Profiltiefe; die Messung wird direkt an der Maschine erfasst, und besteht auf der Baustelle keine Internetverbindung, wird der Eintrag auf dem Gerät in die Warteschlange gestellt und bei bestehender Verbindung gesendet. Ein demontierter Reifen kehrt mit Restlebensdauer und letzter Messung ins Lager zurück. Der Reifenbericht vergleicht Lebensdauer und Kosten nach Marke, Größe und Fahrzeug und lässt sich als Excel oder PDF exportieren.

Häufige Fragen

Wie häufig sollte die Profiltiefe gemessen werden

Eine einzig richtige Häufigkeit gibt es nicht; Maschinentyp, Abrasivität des Untergrunds und tägliche Betriebsstunden sind ausschlaggebend. Wichtig ist, dass die Messung in regelmäßigen Abständen und jedes Mal zusammen mit dem Zählerstand erfasst wird, denn ein Trend lässt sich nur aus regelmäßigen Daten lesen.

Was geschieht mit einem demontierten Reifen

Er kehrt mit seiner Restlebensdauer und der letzten Messung der Profiltiefe ins Lager zurück. Reicht das Profil aus, wird er an einem passenden Fahrzeug erneut montiert; ist die Karkasse intakt, geht er zur Runderneuerung; ist er unbrauchbar, wird er verschrottet, und dieses letzte Ereignis bleibt in der Erfassung.

Ist Reifenmanagement auch für Baumaschinen außerhalb des Lkw-Bereichs sinnvoll

Ja, bei Radladern, Gradern, Teleskopladern und Mobilbaggern ist der Reifen eine bedeutende Verbrauchsposition. Das Achsen- und Positionsschema wird je Maschinentyp definiert, und dieselbe Methode wird angewendet.

Um Reifen nach Seriennummer und Position zu verfolgen und den Trend der Profiltiefe sowie die Kosten nach Marke in einem Bericht zu sehen, sehen Sie sich das Reifenmanagement-Modul von Reper Ops an.

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